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Über 2 Millionen US Dollar wurden 1994 in den Aufbau dieser kommerziellen Affenzucht investiert. Eigentümer ist die staatliche Forstbehörde und eine kommerzielle Versuchtierzucht mit dem Namen „Nafovanny“. Über den Firmensitz in HongKong gibt es enge Verbindungen zu chinesischen Primatenzuchten. China ist größter Exporteur von Primaten weltweit. Die Tiere werden von Vietnam aus an Labore in Europa, den USA oder nach Japan verkauft. Kunden sind u.a. auch Covance und HLS in England.
40 Stunden sind die Affen von der Farm in Vietnam bis zum britischen Versuchslabor HLS in Cambridgeshire unterwegs. Die Affen werden per LKW von der Farm zum 40 km entfernten „Ho Chi Mi“ Flughafen in Vietnam gebracht und landen 14 Stunden später auf dem Flughafen „Charles de Gaulle“ in Paris. Von dort aus geht es weiter per Lieferwagen ins Labor.
Die Undercover-Recherche der BUAV zeigt, wie Affen in rostigen Käfigen als „Zuchtmaschinen“ missbraucht werden. Oftmals handelt es sich bei diesen „Zuchttieren“ um Wildfänge aus dem nahen Kambodscha. Der Nachwuchs wird im Alter von 5 Monaten von der Mutter getrennt. Den Tieren steht ein qualvoller Tod in europäischen, japanischen oder amerikanischen Laboren bevor. Das Unternehmen Harlan bietet für diese Tiere übrigens sog. Primatenfutter an, verdient also auch hier mit! Das Primatenzentrum in Göttingen wird derzeit ausgebaut.
Das ist die Versuchstierindustrie - Video der BUAV-Recherche YouTube