Harlan in Borchen

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Tiere per Katalog

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Hundezucht

800 Hunde in Betonzwingern: Bilder aus der Hundezucht in Alfen weiter

Versuche

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Harlan UK undercover

Zehn Monate arbeitete Jane als Tierpflegerin bei Harlan UK. Sie deckte Unglaubliches auf weiter

Besichtigung von Harlan

'Menschen für Tierrechte' besichtigten die Hundezucht in Alfen weiter

"making a killing"

Undercover-Recherche in Auftrag der BUAV bei Harlan UK (englische Webseite)



Englische Tierversuchsgegner decken auf

Beagles zu Tausenden völlig sinnlos getötet

(erschienen in: tierrechte 3.99, Nr. 9, August 1999)

Zehn Monate arbeitete Jane als Tierpflegerin bei der englischen Firma Harlan UK, einem Unternehmen, das Beagle-Hunde für Tierversuche züchtet. Die junge Frau hatte sich im Auftrag der englischen Tierversuchsgegner-Organisation BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection) unerkannt bei Harlan eingeschleust, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen die Tiere dort gezüchtet werden. Sie deckte Unglaubliches auf.

Die Entdeckungen

Nachlässige Pflege und schlechte Unterbringung der Hunde waren an der Tagesordnung. So wurden die Käfige und Zwinger nur unzureichend gereinigt, Einstreu war kaum vorhanden. Beißereien traten häufig auf. Dabei kam mindestens ein Hund zu Tode. Viele der im Grunde freundlichen Tiere hatten keinen näheren Kontakt mit den Pflegern. Wenn diese sich den Zwingern näherten, verkrochen sich die Hunde vor Angst. Auch Massentötungen von Tieren, für die keine Verwendung mehr bestand, kamen regelmäßig vor. An einem Tag wurden dabei 29 Beagles umgebracht, darunter Tiere, die „zu alt waren und deshalb kaum mehr von Versuchslaboratorien gekauft werden. Diese Hunde waren jedoch nicht älter als 12 bis 18 Monate. Andere entsprachen nicht dem geforderten Standard, hatten also z. B. einen zu kurzen Schwanz oder einen verkürzten Unterkiefer. Tiere mit solchen „Fehlbildungen sind meistens völlig gesund und leiden nicht. Doch als „ungeeignet für die Forschung erwartete sie die routinemäßige Tötung bei Harlan UK - möglicherweise das kleinere Übel angesichts der Tatsache, daß alle diese Tiere nur gezüchtet werden, um im Tierversuch zu enden.

Die Firma

Harlan UK ist die britische Tochterfirma von Harlan Sprague Dawley Inc. mit Sitz in den USA. Harlan ist in zahlreichen anderen Ländern vertreten, darunter Mexico, Spanien, Italien, Frankreich, Israel, den Niederlanden und auch Deutschland. Das Unternehmen ist einer der größten kommerziellen Anbieter von Versuchstieren und Tierfutter. Außer Hunden werden auch Ratten, Mäuse, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und Mini-Schweine gezüchtet und an Versuchslabore verkauft.Ungefähr 1000 Beagles leben ständig bei Harlan UK, darunter etwa 200 Hündinnen, die ihr Leben damit verbringen, einen „Wurf nach dem anderen zu bekommen. Weiterhin fristen 20 „Zuchtrüden, 100 bis 200 „Saugwelpen und 500 bis 600 entwöhnte und mehr oder weniger ausgewachsene Tiere dort ihr Dasein. Letztere werden zum Preis von etwa 800 englischen Pfund an Laboratorien verkauft.

Harlan Deutschland

Die Entdeckungen in England lassen Befürchtungen aufkommen, daß auch beim deutschen Zweig der Firma Harlan Tiere nicht mit der erforderlichen Sorgfalt und Pflege gehalten und ohne den gesetzlich verlangten „vernünftigen Grund getötet werden. Der Bundesverband der Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte hat sich diesbezüglich an Harlan in Deutschland gewandt. Eine Antwort stand bei Redaktionsschluß noch aus.
Dieser Fall beweist, daß die Zahl der im Zusammenhang mit Tierversuchen verbrauchten Tiere deutlich höher liegen muß, als den offiziellen Statistiken zu entnehmen ist. Denn leider ist damit zu rechnen, daß Harlan UK kein Einzelfall ist und daß die Tötung von „überproduzierten Versuchstieren alltäglich stattfindet. Aus diesem Grund haben wir den Gesetzgeber aufgefordert, bei der zur Zeit diskutierten Versuchstier-Meldeverordnung nicht nur die tatsächlich in Versuchen eingesetzten Tiere zu erfassen, sondern auch die Zahl aller zu diesem Zweck gezüchteten Tiere.Die Forderungen

Die englischen Tierversuchsgegner nehmen die traurigen Vorkommnisse bei Harlan UK zum Anlaß, ihre Regierung aufzufordern,dass Hunde nicht mehr in Tierexperimenten eingesetzt werden, Harlan UK die Zuchtgenehmigung entzogen wird,eine Untersuchung zur „Überproduktion und zum Töten von Versuchstieren durchgeführt und die Ergebnisse der Öffentlichkeit mitgeteilt werden.

Marion Selig, BV der Tierversuchsgegner - Menschen fuer Tierrechte e.V.